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Minecraft Server unter Linux

In diesem Beitrag möchten wir zusammen mit dir in ganz einfachen Schritten einen Minecraft Server unter Linux erstellen.

Diese Servervariante, ist wohl die verbreitetste Variante, einen Minecraft Server zu erstellen. Diese wird in den meisten Fällen für öffentliche Server genutzt. Vom einfachen Vanilla Server, zum spielen mit Freunden, bis hin zum komplexen Servernetzwerk. Die Grundlage ist zu 90% ein Linux basierter Server, bzw mehrere Server.

In diesem Artikel behandeln wir die Grundlagen, für die Erstellung eines solchen Servers.

Vorbereitung

Du benötigst für diesen einen Linux basierenden Server, wir behandeln hier einen Server ab Debian 8 bis Debian 10. Wenn du noch die Wahl des Betriebssystems hast, solltest du dich für die neuste Version entscheiden, da für ältere inzwischen keine Sicherheitsupdates folgen.

Du benötigst einen Server / vServer / Root-Server mit root Zugriff und einer Konsole. Diesen kann man schon sehr günstig bei zahlreichen Anbietern mieten. (Eine Liste mit Anbietern tragen wir noch zusammen und sind über jeden Erfahrungsbericht dankbar – Ihr könnt uns dazu gerne eure Erfahrungen per Mail zuschicken.)

Bereit halten, solltest du:
– Die IP-Adresse des Servers
– Benutzerzugang (root und das dazugehörige Passwort)
Programme:
PuTTY (kostenlose Konsole, als Portable oder als Installer)
– Minecraft

Grundinstallation

Die meisten Serveranbieter haben auf dem System schon Grundlegende Software installiert, wir gehen dennoch von Anfang an alles durch, um sicherzustellen, dass alles Benötigte vorhanden ist.

Öffne nun PuTTY und verbinde dich über SSH mit deinem Root-, oder vServer. Dazu gibst du im Feld „Host Name“ die IP-Adresse deines Servers ein. Der Port ist Standardmäßig auf 22 und kann so bleiben. Connection Type auf SSH. Du kannst diesen Zugang auch abspeichern indem du bei „Saved Sessions“ einen Namen für den Server angibst und rechts daneben auf Save klickst – So brauchst du diese nicht immer neu eingeben.
Dann klickst du auf „Open“

  1. Für Debian 8 (Bei Debian 9 & 10 nicht mehr benötigt)
    Füge mit dem Befehl echo "deb http://http.debian.net/debian jessie-backports main" >> /etc/apt/sources.list die für die Installation von Java benötigten Backport-Paketquellen hinzu.
  2. Aktualisieren wir einmal die Paketlisten mit apt update
  3. Nun prüfen wir auf neue Updates und installieren diese, wenn notwendig, damit alles auf dem neusten Stand ist mit dem Befehl apt upgrade -y
  4. Installiere nun Java auf dem System. Je nach System benötigen wir andere Versionen:
    Für Debian 8:
    apt install -t jessie-backports openjdk-8-jre-headless -y
    Für Debian 9:
    apt install openjdk-8-jre-headless -y
    Für Debian 10:
    apt install openjdk-11-jre-headless -y
    Achtung für Minecraft Server ab Version 1.17 benötigt ihr auch eine neuere Java-Version. Diese sollte mindestens openjdk-16-jdk sein, da sonst der Server nicht startet.
  5. Jetzt installieren wir noch die Software „Screen“. Diese ermöglicht es uns, den Minecraft Server später im Hintergrund laufen zu lassen (Auch um PuTTY wieder schließen zu können, andernfalls wird dieser gestoppt), aber jederzeit auf die passende Konsole zugreifen zu können. apt install screen -y

Benutzer und Server einrichten

Ab diesem Schritt, geht es uns um den eigentlichen Server. Diesen kann man je nach Serverleistung auch ausbauen und weitere Server einrichten, wie z.B. für ein Bungeecord-Netzwerk (Eine Anleitung dafür folgt hier noch).

  1. Um kein Chaos auf dem Server zu bekommen, legen wir nun für unseren Server einen neuen Benutzer im System an, der dann später auch den Server ausführt.
    adduser --disabled-login minecraft
    In unserem Beispiel, heißt dieser „minecraft“. Diesen kannst du beliebig anpassen, wie du es benötigst und in zuordnen zu können (Bei mehreren sehr hilfreich). Wichtig dabei ist, im weiteren Verlauf der Anleitung diesen Namen weiter zu verwenden und in unserem Beispiel zu ersetzen.
  2. Die Angaben zum Benutzer wie Name, Telefonnummer, etc überspringen wir einfach leer mit der Eingabetaste.
  3. Nun wechseln wir zu diesem Benutzer mit su minecraft
  4. Gebe nun den Befehl cd ein um in das Home-Verzeichnis des Benutzers zu wechseln. Dieses heißt genauso, wie der Benutzer selbst und befindet sich auf dem Server im Verzeichnis „/home/minecraft“.
  5. Jetzt suchen wir uns den Download-Link zur passenden Minecraft-Version, die wir installieren möchten.
    Für einen Vanilla-Server kann man die Serverdatei direkt von der minecraft.net Seite nutzen. Die aktuellste Version gibt es hier:
    https://www.minecraft.net/de-de/download/server
    Die Spigot-Version bekommen wir in vielen Versionen hier (Übrigends auch der einzelnen Vanilla-Versionen):
    https://getbukkit.org/download/spigot
    Hier kopieren wir uns einfach den Link zur gewünschten Version und vervollständigen damit unseren nächsten Befehl in der Konsole:
    wget https://cdn.getbukkit.org/spigot/spigot-1.15.1.jar
    Ersetze den Link einfach gegen die gewünschte/aktuelle Version.
  6. Nun lädt der Server die Datei in das Home-Verzeichnis und du solltest diese anschließend mit dem Befehl ls sehen können.
  7. Jetzt benötigen wir noch ein Start-Script für den Server, welches wir direkt im selben Ordner anlegen werden mit nano start.sh
    Jetzt sollte sich ein Editor öffnen in den wir nun folgende Zeile einfügen:
    screen -AmdS minecraft java -Xms1024M -Xmx1024M -jar /home/minecraft/spigot-1.15.1.jar
    In unserem Beispiel muss natürlich zum einen der Benutzer „minecraft“ und der Dateiname der Server.jar in deine aktuellen Werte ersetzt werden.
    Als Erinnerung, wie auch bei der Windows Version:
    Die -Xms1024M und -Xmx1024M bedeuten die Menge an Arbeitsspeicher, die für den Server genutzt werden sollen. Xms Mindestwert, Xmx Maximalwert.
    Dieser kann wahlweise mit 1024M für MB oder 1G für 1GB Speicher angegeben werden.
    Man kann noch eine Spur tiefer gehen und um den Wert -Xmn erweitern, diese weist dem Server noch einen bestimmten CPU-Wert hinzu, wird hier jedoch nicht benötigt.
    Bei der Zuweisung des Arbeitsspeichers, achte bitte darauf, etwas Freiraum für das System zu lassen.
  8. Wir speichern nun das Start-Script mit der Tastenkombination „STRG+X“ und danach „Y“ und Enter.
  9. Jetzt wiederholen wir das Ganze für ein Stop-Script mit nano stop.sh
    Dessen Inhalt lautet:
    screen -r minecraft -X quit
    Wieder speichern und Schließen mit „STRG+X“ und „Y“ Enter.
  10. Damit wir nun die beiden Scripte überhaupt ausführen können, vergeben wir noch die nötigen Rechte mit chmod +x start.sh stop.sh
  11. Da wir noch die Lizenzbedingungen von Minecraft akzeptieren müssen, erstellen wir nun noch die eula.txt mit dem Befehl:
    echo "eula = true" > eula.txt
    Und schon sind wir erstmals Startklar.
  12. Jetzt können wir den Server zum ersten Mal direkt starten. Dazu führen wir nun einfach den Befehl:
    ./start.sh aus.
    Der Server startet nun im Hintergrund. Wenn wir nun die Minecraft Konsole öffnen möchten, geben sie screen -r minecraft ein.
    Jetzt befindest du dich direkt in der Konsole des Minecraft-Servers.
    Um aus dem Screen / der Minecraft Konsole wieder herauszukommen, drückst du einfach die Tastenkombination „STRG“ gedrückt halten und „A und D“ nacheinander.
  13. Der Server kann nun wenn man sich mit cd /home/minecraft in das Home-Verzeichnis des Benutzers begibt, jederzeit mit den Befehlen ./start.sh und ./stop.sh gesteuert werden.

Einstellungen vornehmen

Um Einstellungen am Server vorzunehmen, wechselst du in das Benutzerverzeichnis mit cd /home/minecraft und rufst die server.properties über nano server.properties auf. Jetzt kannst du alle Einstellungen nach deinen Wünschen bearbeiten, wie zum Beispiel den Serverport, Namen des Servers, anzahl der Spieler, Name der Welt und so weiter. Anschließend speichern und schließt du diese wieder mit „STRG+X“ und „Y“ Enter.

Unter Spigot gibt es noch die „bukkit.yml“ und die „spigot.yml“ in der man noch weitere Einstellungen vornehmen kann. Hierzu jedoch mehr in einem weiteren Beitrag.

Du bist jetzt Startklar und kannst deinen Server über deine IP-Adresse des Servers im Mehrspieler, nach dem hinzufügen, finden und betreten.
Der Standardport von Minecraft ist 25565 und muss nicht mit angegeben werden. Wird dieser jedoch geändert (z.B. auf 25590), musst du diesen mit „IP-Adresse:25590“ hinten ergänzen.

Dann kann man nur noch viel Spaß mit deinem Server wünschen.

Written By

Ich bin selbstständiger Mediadesigner und Webentwickler, zudem spiele ich leidenschaftlich Minecraft. Ich bin Betreiber eines eigenen kleinen Servernetzwerkes und beschäftige mich gerne mit unterschiedlichen Baustilen und Server-Plugins.

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